Tarifrunde M&E-Industrie 2026 Team IG Metall startet in die heiße Phase der Tarifrunde

Warnstreik-Aktivitäten in Bruchsaler Betrieben

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30. Oktober 2026 30. Oktober 2026


Beschäftigte fordern Sicherheit und mehr Geld

Bruchsal - In der laufenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg werden die Beschäftigten in den Betrieben der IG Metall Bruchsal in dieser Woche die Arbeit erstmals niedergelegen. Dazu ruft die IG Metall im Laufe der Woche auf. Mit dem Warnstreik machen wir Druck auf die Arbeitgeber, die bislang kein ausreichendes Angebot vorgelegt haben.

Nach zwei Verhandlungsrunden liegt aus Sicht der IG Metall kein Angebot vor, das die Beschäftigten vor Preissteigerungen schützt oder ihre Beschäftigung absichert. Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlung zwar ein Angebot vorgelegt. Für die IG Metall Baden-Württemberg ist dieses allerdings kein „verhandlungsfähiges“, sondern ein „inakzeptables“.

Dieses Angebot haben sie vorgelegt:

  • eine kleine Einmalzahlung, deren Auszahlung die Arbeitgeber zudem infrage stellen,
  • eine Erhöhung der Entgelttabellen um 1,3 Prozent, und zwar erst Mitte 2028,
  • eine Laufzeit von 26 Monaten.

Die Entgelttabellen blieben damit 20 Monate unverändert.

Dirk Becker, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Bruchsal: „Wer die Beschäftigten 20 Monate warten lässt und dann 1,3 Prozent anbietet, gibt ihnen keine Sicherheit. Die Miete wartet nicht bis 2028, der Einkauf auch nicht. Das ist ein Angebot, das den Kaufkraftverlust weiterlaufen lässt. Hier in Bruchsal wissen die Kolleginnen und Kollegen, was auf dem Spiel steht.“

Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld bei 12 Monaten Laufzeit für die rund 900.000 Beschäftigten in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie. Zugleich verlangt sie verbindliche Zusagen zur Beschäftigungssicherung, etwa zu Investitionen und neuen Produkten.

Becker ergänzt: „Die Industrie in Baden-Württemberg steht unter Druck, das bestreiten wir gar nicht. Aber es sind die Arbeitgeber, die entscheiden, ob Stellen abgebaut oder Standorte verlagert werden. Wer Verantwortung für den Standort trägt, muss das auch verbindlich zusagen. Wir sind bereit, den Wandel mitzugestalten, aber dafür braucht es eine Perspektive für die Beschäftigten.“

Auf die erste Warnstreikwoche blickend sagt Becker abschließend:

„Wir gehen mit gutem Grund in den Warnstreik. Die Arbeitgeber wissen, was die Beschäftigten wollen: mehr Geld, mehr Sicherheit und eine Zukunft für ihre Standorte. Jetzt sind sie am Zug.“

Jetzt müssen wir sichtbar werden für unsere berechtigten Forderungen. Sei dabei bei unseren Warnstreik-Aktivitäten: Weil DU zählst!

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