Pressemitteilung der IG Metall Bruchsal NEFF: Neuer Bosch-Vorstand steht in der Verantwortung für den Standort Bretten

IG Metall und Betriebsrat haben die klare Erwartung, dass Herr Fischer seiner Verantwortung gegenüber den Beschäftigten in Bretten gerecht wird.

Ein Politiker hält auf einer Pressekonferenz ein Interview

2. Juli 2026 2. Juli 2026


Bruchsal, 02.07.2026 – Die IG Metall Bruchsal und der Betriebsrat am BSH-Standort Bretten gratulieren Herrn Fischer zu seiner neuen Position als Vorsitzender der Geschäftsführung bei Bosch und wünschen ihm für seine zukünftigen Aufgaben viel Erfolg.

Gleichzeitig verbinden die Arbeitnehmervertretungen ihre Glückwünsche mit der klaren Erwartung, dass Herr Fischer seiner Verantwortung gegenüber den Beschäftigten in Bretten gerecht wird. Als bisheriger Verantwortlicher für den Bereich "Consumer Goods" trägt er auch weiterhin Verantwortung für die Zukunft des traditionsreichen Standorts.

Der Betriebsrat kämpft seit Monaten mit Nachdruck für den Erhalt des Werks in Bretten, dessen Schließung von der BSH nach aktuellem Stand weiterhin vorgesehen ist. Die Beschäftigten haben in den vergangenen Monaten deutlich gemacht, dass sie an den Standort und seine Zukunftsfähigkeit glauben.

Bis heute wartet der Betriebsrat auf eine positive Rückmeldung zu dem von ihm Ende April vorgelegten Alternativkonzept. Dieses Konzept zeigt nach Auffassung des Betriebsrats einen realistischen und wirtschaftlich tragfähigen Weg auf, um den Standort Bretten langfristig innerhalb der BSH abzusichern und als hochprofitablen Produktionsstandort weiterzuentwickeln.

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bruchsal, Dirk Becker, erklärt:

„Wir gratulieren Herrn Fischer zu seiner neuen Aufgabe. Mit dieser Position ist aber auch eine besondere Verantwortung verbunden. Jetzt hat er die Möglichkeit, die Entscheidung zur Schließung des Standorts Bretten neu zu bewerten. Das vom Betriebsrat entwickelte Alternativkonzept bietet eine realistische Chance, Arbeitsplätze zu sichern und gleichzeitig die wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens zu stärken. Diese Chance darf nicht ungenutzt bleiben.“

Auch der Betriebsratsvorsitzende Kristian Kipcic-Suta richtet einen klaren Appell an die neue Unternehmensführung:

„Die Kolleginnen und Kollegen in Bretten haben bewiesen, dass sie leistungsfähig, innovativ und bereit sind, Verantwortung für die Zukunft des Standorts zu übernehmen. Unser Alternativkonzept zeigt einen tragfähigen Weg für einen langfristig erfolgreichen Betrieb auf. Herr Fischer hat nun nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Pflicht, dieses Konzept ernsthaft zu prüfen und die geplante Schließung noch einmal auf den Prüfstand zu stellen.“

IG Metall und Betriebsrat sind überzeugt, dass der Erhalt des Standorts Bretten ein Gewinn für alle Beteiligten wäre: für die Beschäftigten, für die Region, für die BSH und ihre industrielle Zukunft in Deutschland sowie für die Bosch-Gruppe. Nachhaltige und zukunftssichere Industriearbeitsplätze sind ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland.

Die IG Metall Bruchsal und der Betriebsrat erwarten daher von der neuen Unternehmensführung ein klares Signal für den Dialog und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den vorliegenden Alternativen zur Werksschließung. Ziel muss es sein, die Zukunft des Standorts Bretten nachhaltig zu sichern und den Beschäftigten eine verlässliche Perspektive zu geben.

 

Mit freundlichen Grüßen
IG Metall Bruchsal

Kontakt & Ansprechpartner: Dirk Becker



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IG Metall und Betriebsrat haben die klare Erwartung, dass Herr Fischer seiner Verantwortung gegenüber den Beschäftigten in Bretten gerecht wird

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